- 1 1. Was ist Ubuntu? Ein einsteigerfreundliches Open-Source-Betriebssystem – und warum es so beliebt ist
- 2 2. Was Sie vor dem Download vorbereiten sollten
- 3 3. So laden Sie Ubuntu herunter
- 4 4. Installationsmedium erstellen
- 5 Zusätzliche Hinweise: Wichtige Tipps für Dual Boot mit Windows
- 6 5. So installieren Sie Ubuntu
- 7 6. Fehlerbehebung (Troubleshooting)
- 8 7. Zusammenfassung
1. Was ist Ubuntu? Ein einsteigerfreundliches Open-Source-Betriebssystem – und warum es so beliebt ist
Ubuntu (oo-BOON-too) ist eine der weltweit beliebtesten Linux-Distributionen und wird von Menschen auf der ganzen Welt genutzt. Als Betriebssystem-Alternative neben Windows und macOS ist es nicht nur für den privaten Einsatz verbreitet, sondern auch in Unternehmen und Bildungseinrichtungen weit etabliert. Ubuntu ist kostenlos erhältlich, und da es Open Source ist, haben Nutzer die Flexibilität, es an ihre Bedürfnisse anzupassen. Es wird von einer breiten Nutzerbasis unterstützt – von Einsteigern bis hin zu fortgeschrittenen Anwendern – und ist besonders in Japan beliebt, weil es zusätzlich eine „Ubuntu Japanese Remix“-Edition gibt, die eine starke Unterstützung für die japanische Sprache bietet.
Drei Gründe, warum sich viele für Ubuntu entscheiden
Im Vergleich zu anderen Betriebssystemen bietet Ubuntu mehrere herausragende Vorteile. Im Folgenden sind drei zentrale Punkte, die besonders erwähnenswert sind.
- Kostenlos nutzbar und sehr kosteneffizient
Da Ubuntu Open Source ist, wird es in der Regel sowohl für private als auch kommerzielle Nutzung kostenlos bereitgestellt, und Sie können es einfach von der offiziellen Website herunterladen und installieren. Es wird häufig in Forschung und Bildung rund um modernste Technologien eingesetzt – seine große Stärke ist, dass Sie eine praxisnahe Umgebung aufbauen können, ohne hohe Kosten zu verursachen. - Hohe Stabilität und starke Sicherheit
Ubuntu bietet eine unternehmensfreundliche „LTS (Long Term Support)“-Version mit fünf Jahren Langzeit-Support sowie regelmäßigen Sicherheitsupdates. Dadurch ist es im Business-Server-Betrieb besonders vertrauenswürdig und eignet sich gut für risikobewusste Umgebungen, in denen stabiler Betrieb wichtig ist. - Japanische Sprachunterstützung und ein reiches Support-Ökosystem
Die Japanese-Remix-Edition enthält die japanische Eingabemethode „Mozc“ standardmäßig und bietet zudem eine robuste Darstellung der japanischen Sprache. Außerdem gibt es viele Online-Communities – japanische Foren und Q&A-Seiten – sodass man bei Einrichtungs- oder Anpassungsproblemen leicht Hilfe findet. Insbesondere sind die japanischen Ressourcen des Ubuntu Japanese Team sehr umfangreich, wodurch Ubuntu für japanischsprachige Nutzer angenehm zu verwenden ist.
Ubuntu-Einsatzszenarien und Versionsübersicht
Ubuntu bietet mehrere Editionen, die auf unterschiedliche Anforderungen zugeschnitten sind – vom privaten PC bis hin zu Unternehmensservern. Die drei wichtigsten Editionen unten machen es leicht, die passende Ubuntu-Variante für Ihre Situation auszuwählen.
- Desktop-Edition: Eine Version für Allzweck-Computer, geeignet für den Heimgebrauch, Büroarbeit und Entwicklungsumgebungen. Sie nutzt eine GUI (Graphical User Interface), ähnlich wie Windows und macOS, und ermöglicht eine intuitive Bedienung. Außerdem sind gängige Anwendungen wie Webbrowser, Office-Software und ein Multimedia-Player standardmäßig enthalten, sodass Sie sofort loslegen können.
- Server-Edition: Eine serverorientierte Version für Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Rechenzentren. In der Regel wird keine GUI mitgeliefert; das System ist vor allem für die Bedienung über die Kommandozeile ausgelegt und eignet sich ideal für fortgeschrittene Netzwerkverwaltung und Datenverarbeitung. Die Nutzung einer LTS-Version stellt einen langfristigen Betrieb und Sicherheitsupdates sicher.
- Japanese-Remix-Edition: Eine Edition, die für Nutzer in Japan optimiert ist und vom Ubuntu Japanese Remix Team entwickelt wird. Sie verbessert die Unterstützung für japanische Eingabe und Darstellung und enthält das japanische Eingabesystem „Mozc“ standardmäßig. Sie ist besonders für japanische Linux-Einsteiger geeignet, weil nach der Installation weniger zusätzliche Einstellungen nötig sind. Da sie zudem von inländischen Mirror-Sites (z. B. University of Toyama oder Japan Advanced Institute of Science and Technology) heruntergeladen werden kann, ist oft auch eine stabile Download-Performance zu erwarten.
Mit diesen verschiedenen Editionen lässt sich Ubuntu passend zu Ihren Zielen einsetzen. Ob zu Hause, im Business oder als Entwicklungsumgebung: Wenn Sie die Edition entsprechend Ihrem Zweck wählen, können Sie die Funktionen von Ubuntu optimal nutzen.
2. Was Sie vor dem Download vorbereiten sollten
Damit die Installation von Ubuntu reibungslos gelingt, ist es wichtig, die Systemanforderungen vorab zu prüfen und die passende Edition für Ihre Anforderungen auszuwählen. In diesem Abschnitt erläutern wir empfohlene Hardware-Spezifikationen und die Eigenschaften der einzelnen Editionen, damit Sie die beste Wahl für Ihr Setup treffen können.
Systemanforderungen
Ubuntu 24.04 LTS gilt als relativ leichtgewichtiges Linux-Betriebssystem, dennoch benötigen Sie eine gewisse Hardware-Basis, um es komfortabel zu nutzen. Unten finden Sie eine allgemeine Orientierung für die Desktop-Edition.
- CPU: 64-Bit-fähiger Prozessor (Intel oder AMD)
- Arbeitsspeicher: Mindestens 2 GB (4 GB oder mehr empfohlen)
- Speicherplatz: Mindestens 25 GB frei (50 GB oder mehr empfohlen)
- Grafik: Unterstützung für 1024×768 Auflösung
- Netzwerkverbindung: Internetzugang ist erforderlich, um nach der Installation Updates auszuführen und zusätzliche Software zu installieren
Insbesondere sorgen 4 GB RAM oder mehr meist für bessere Stabilität und insgesamt höhere Reaktionsfähigkeit. Wenn Ihr PC diese Anforderungen nicht erfüllt, können leichte Ubuntu-Varianten („Flavors“) wie „Xubuntu“ oder „Lubuntu“ eine gute Alternative sein. Für genauere Anforderungen werfen Sie auch einen Blick auf die offizielle Ubuntu-Desktop-Seite.
So prüfen Sie die Systemdaten Ihres PCs
Um zu überprüfen, ob Ihr PC die Anforderungen von Ubuntu erfüllt, können Sie die folgenden Methoden nutzen.
- Unter Windows: Startmenü → Einstellungen → System → Info öffnen, um Prozessor, Arbeitsspeicher und Systemtyp (32-Bit oder 64-Bit) zu prüfen.
- Auf dem Mac: Apple-Menü → Über diesen Mac öffnen, um CPU, Arbeitsspeicher und Details zur macOS-Version zu prüfen.
So wählen Sie die passende Ubuntu-Version
Ubuntu ist in mehreren Versionen verfügbar, die sich in Support-Zeiträumen und Funktionen unterscheiden. Wenn Sie die passende Version für Ihren Einsatzzweck auswählen, können Sie Ubuntu deutlich angenehmer nutzen.
LTS (Long Term Support)
LTS steht für „Long Term Support“ und bezeichnet eine stabile Ubuntu-Version mit garantiert langfristiger Wartung. Sie eignet sich besonders für Nutzer, die Stabilität priorisieren – etwa Unternehmen und Bildungseinrichtungen – und reduziert nach der Installation den Bedarf an häufigen großen Upgrades, während sie durch laufende Updates sicher bleibt. Stand 2026 ist die neueste LTS-Version „Ubuntu 24.04 LTS“.
Wenn Sie Ubuntu zum ersten Mal installieren, ist eine LTS-Version in der Regel die sicherste Wahl. Außerdem gibt es deutlich mehr Troubleshooting-Informationen und erprobte Lösungen, was sie für die langfristige Nutzung besser geeignet macht.
Regelmäßige Releases (Nicht-LTS)
Regelmäßige Releases richten sich an Nutzer, die neue Technologien und Funktionen so früh wie möglich ausprobieren möchten. Etwa alle sechs Monate erscheint eine neue Version. Zwar ist der Support-Zeitraum kürzer, aber Entwickler und Technikbegeisterte bevorzugen diese Varianten oft, weil sie schneller Zugriff auf die neuesten Möglichkeiten haben.
Japanese-Remix-Edition
Die Japanese-Remix-Edition ist für Nutzer in Japan konzipiert und verbessert das Nutzungserlebnis in japanischer Sprache. Im Vergleich zu Standard-Ubuntu bietet sie eine optimierte Unterstützung für japanische Darstellung und Eingabekonfiguration und enthält das japanische Eingabesystem „Mozc“ standardmäßig. Sie ist besonders praktisch für Nutzer, die hauptsächlich auf Japanisch arbeiten, weil nach der Installation weniger zusätzliche Einrichtung nötig ist. Außerdem kann sie von inländischen Mirror-Sites heruntergeladen werden, was helfen kann, den Installer über eine stabile Verbindung zu beziehen.
Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, können Sie reibungslos vom Download zur Installation übergehen. Im nächsten Abschnitt erklären wir die konkreten Download-Schritte.
3. So laden Sie Ubuntu herunter
Um Ubuntu herunterzuladen, nutzen Sie am besten die offizielle Website oder – sofern verfügbar – eine Mirror-Site. In diesem Abschnitt erklären wir, wie Sie von der offiziellen Seite herunterladen und wie Sie die japanischfreundliche „Ubuntu Japanese Remix“-Edition im Detail beziehen. Hinweise zur offiziellen Download-Seite
Die neuesten Ubuntu-Versionen, einschließlich der LTS (Long Term Support)-Releases, können Sie direkt von der offiziellen Website herunterladen. Wenn Sie die offizielle Seite verwenden, erhalten Sie den aktuellsten Installer sicher und ohne Sicherheitsrisiken – das ist eine besonders zuverlässige Methode, Ubuntu zu beziehen.
ISO-Datei herunterladen
Nachdem Sie die benötigte Version ausgewählt haben, klicken Sie auf „Download“ und speichern das Ubuntu-Installationsabbild (ISO-Datei) auf Ihrem PC. Da ISO-Dateien groß sind, wird eine stabile Internetverbindung empfohlen.
Offizielle Website aufrufen
Besuchen Sie zuerst die offizielle Ubuntu-Download-Seite. Dort werden Ubuntu-Editionen wie Desktop, Server und Cloud übersichtlich angezeigt, sodass Sie leicht die passende Version für Ihren Bedarf auswählen können.
Version auswählen
Wählen Sie die Edition, die zu Ihrem Einsatzzweck passt. Für den Heimgebrauch oder Büroarbeit wählen Sie „Desktop“. Wenn Sie stabile, langfristige Unterstützung wünschen, wählen Sie ein LTS-Release wie „Ubuntu 24.04 LTS“. Wenn Sie die neuesten Funktionen testen möchten, ist auch ein reguläres (Nicht-LTS-)Release eine Option.
Die Japanese-Remix-Edition herunterladen
Die „Ubuntu Japanese Remix“-Edition wird vom Ubuntu Japanese Team bereitgestellt und unterstützt japanische Darstellung sowie Eingabe direkt nach der Installation. Da sie von inländischen Mirror-Servern heruntergeladen werden kann, ist sie für Nutzer in Japan eine bequeme und reibungslose Option.
- Website des Ubuntu Japanese Team besuchen
Rufen Sie die Download-Seite des Ubuntu Japanese Team auf und lesen Sie die Informationen zur Japanese-Remix-Edition. - Eine inländische Mirror-Site auswählen
Auf der Download-Seite werden Mirror-Server in Japan vorgestellt (z. B. University of Toyama, Japan Advanced Institute of Science and Technology, KDDI Research und weitere). Wählen Sie eine Mirror-Site, die zu Ihrem Standort und Ihrer Internetumgebung passt, um den Installer möglichst stabil herunterzuladen. - ISO-Datei speichern
Klicken Sie auf den Link der gewählten Mirror-Site und speichern Sie die ISO-Datei. Da der Dateiname der Japanese-Remix-Edition „ja“ enthält, lässt sie sich leichter von der Originalversion unterscheiden. Diese Edition ist besonders für Nutzer zu empfehlen, die hauptsächlich auf Japanisch arbeiten, weil sie die nachträgliche Einrichtung der japanischen Umgebung vereinfacht.
Damit ist der Download sowohl der offiziellen Version als auch der Japanese-Remix-Edition abgeschlossen. Im nächsten Abschnitt erklären wir, wie Sie aus der heruntergeladenen ISO-Datei ein Installationsmedium erstellen.
4. Installationsmedium erstellen
Um Ubuntu zu installieren, müssen Sie die heruntergeladene ISO-Datei auf einen USB-Stick oder eine DVD schreiben und diese als Installationsmedium verwenden. Besonders ein USB-Stick wird in der Regel empfohlen, weil das Vorgehen einfach ist und in vielen Umgebungen funktioniert. In diesem Abschnitt erklären wir, wie Sie ein Installationsmedium mit einem USB-Stick erstellen. Als Beispiele verwenden wir zwei Windows-taugliche Tools – „Rufus“ und „Universal-USB-Installer“ – und führen Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.
So bereiten Sie einen USB-Installer vor
Damit ein USB-Stick als Installer dient, muss die ISO-Datei in ein bootfähiges Format geschrieben werden. Unten finden Sie die Schritte für „Rufus“ und „Universal-USB-Installer“, die unter Windows häufig genutzt werden.
USB-Installer mit Rufus erstellen
„Rufus“ gilt als leichtgewichtiges und einfach zu bedienendes Tool, mit dem Sie unter Windows ein Ubuntu-ISO auf einen USB-Stick schreiben können. Die Schritte sind wie folgt.
- Rufus installieren
Besuchen Sie zuerst die offizielle Rufus-Website, laden Sie die neueste Version herunter und installieren Sie sie. Rufus bietet auch eine portable Version, die keine Installation erfordert – so können Sie sofort starten. - USB-Stick einstecken
Stecken Sie den USB-Stick in Ihren PC und sichern Sie wichtige Daten. Während des Schreibvorgangs löscht Rufus die Daten auf dem USB-Stick – speichern Sie daher notwendige Dateien vorher an einem anderen Ort. - Rufus starten und Einstellungen konfigurieren
Öffnen Sie Rufus und nehmen Sie die folgenden Einstellungen vor.
- Gerät: Wählen Sie den eingesteckten USB-Stick aus.
- Startauswahl: Wählen Sie „Datenträger oder ISO-Abbild (Bitte auswählen)“ und geben Sie die heruntergeladene Ubuntu-ISO-Datei an.
- Partitionsschema: Für neuere PCs wählen Sie „GPT“. Für ältere PCs wählen Sie „MBR“. Dadurch wird der USB-Stick mit einem passenden Partitionsschema formatiert.
- Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf „Start“, um den Schreibvorgang zu beginnen, und warten Sie einige Minuten, bis die Erstellung abgeschlossen ist.
USB-Installer mit Universal-USB-Installer erstellen
„Universal-USB-Installer“ ist ein weiteres beliebtes Tool, das viele Linux-Distributionen unterstützt und mit einer intuitiven Oberfläche das Erstellen eines USB-Installers erleichtert.
- Universal-USB-Installer herunterladen
Besuchen Sie die offizielle Universal-USB-Installer-Seite und laden Sie den neuesten Installer herunter. - USB-Stick auswählen
Starten Sie Universal-USB-Installer und wählen Sie den USB-Stick aus, den Sie verwenden möchten. Stellen Sie sicher, dass der USB-Stick in Ihren PC eingesteckt ist. - Betriebssystem und ISO-Datei auswählen
Wählen Sie im Dropdown-Menü „Ubuntu“ und nutzen Sie die Schaltfläche „Browse“, um die heruntergeladene ISO-Datei auszuwählen. Sie können auch einen Bereich für Datenspeicherung konfigurieren, sodass Sie den USB-Stick als Installationsmedium nutzen und gleichzeitig einige Daten speichern können. - Erstellung starten
Nachdem Sie die Einstellungen überprüft haben, klicken Sie auf „Create“, um das Installationsmedium zu erstellen. Der Vorgang ist in der Regel in wenigen Minuten abgeschlossen. Wenn es fertig ist, klicken Sie auf „Done“ und schließen das Tool.
So prüfen Sie, ob die ISO korrekt geschrieben wurde
Um zu bestätigen, dass der USB-Stick bootfähig ist, starten Sie Ihren PC mit eingestecktem USB-Stick neu, öffnen Sie die BIOS/UEFI-Einstellungen und setzen Sie den USB-Stick als erstes Boot-Gerät. Wenn das Installationsmedium korrekt funktioniert, startet der PC vom USB-Stick und Sie sehen den Ubuntu-Installer-Bildschirm.
Damit ist Ihr Installationsmedium bereit. Im nächsten Abschnitt erklären wir, wie Sie Ubuntu mit dem USB-Stick installieren.

Zusätzliche Hinweise: Wichtige Tipps für Dual Boot mit Windows
Wenn Sie Ubuntu 24.04 LTS installieren und Windows behalten möchten, um beide Systeme auf demselben PC zu nutzen, wählen Sie „Dual Boot“. Dual Boot ist praktisch, aber wenn es falsch konfiguriert wird, kann das System nicht mehr starten oder es kann zu Datenverlust kommen – daher ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend.
Was Sie vor Dual Boot unbedingt erledigen sollten
- Wichtige Daten sichern
Verschieben Sie alles, was Sie nicht verlieren dürfen – Fotos, Dokumente, Browserdaten usw. – auf eine externe HDD oder in die Cloud. - Windows-Schnellstart deaktivieren
Wenn der Schnellstart aktiviert ist, kann Ubuntu in manchen Fällen die Windows-Festplatte nicht korrekt behandeln. - Prüfen, ob BitLocker aktiviert ist
Wenn Sie Partitionen ändern, während BitLocker aktiv ist, kann ein Wiederherstellungsschlüssel verlangt werden oder es kann zu Boot-Problemen kommen. Notieren Sie den Recovery-Key bei Bedarf vorab.
So erstellen Sie eine Partition für Ubuntu
Für Dual Boot ist es üblich, zunächst auf der Windows-Seite Speicherplatz freizugeben und Ubuntu anschließend in diesen freien Bereich zu installieren. Sie können das Laufwerk C: in der Windows-„Datenträgerverwaltung“ verkleinern, um nicht zugeordneten Speicherplatz zu erstellen – das macht den Ablauf deutlich reibungsloser.
- Empfohlener Speicherplatz: Planen Sie mindestens 30 GB für Ubuntu ein, idealerweise 50 GB oder mehr, um ausreichend Reserven zu haben.
Wichtige Optionen während der Installation
Während der Ubuntu-Installation kann der Bildschirm „Installationsart“ je nach Umgebung unterschiedliche Optionen anzeigen.
- Ubuntu neben Windows installieren: Für Einsteiger empfohlen, da die Partitionen automatisch angepasst werden.
- Etwas anderes (manuelle Partitionierung): Für erfahrene Nutzer empfohlen, die Partitionen manuell festlegen möchten.
Wenn Sie unsicher sind, ist „Ubuntu neben Windows installieren“ in der Regel die sicherere Wahl.
Häufige Probleme (Startet nicht / Datenträger wird nicht erkannt)
In Dual-Boot-Umgebungen kann es vorkommen, dass der Zieldatenträger je nach PC-Einstellungen nicht angezeigt wird. Prüfen Sie in diesem Fall, ob „Intel RST (RAID)“ in den BIOS/UEFI-Einstellungen aktiviert ist. Je nach System müssen Sie es möglicherweise auf „AHCI“ umstellen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, erzwingen Sie den Vorgang nicht – recherchieren Sie zuerst, bevor Sie fortfahren.
5. So installieren Sie Ubuntu
Sobald Ihr Installationsmedium bereit ist, können Sie mit der Ubuntu-Installation beginnen. In diesem Abschnitt erklären wir, wie Sie die BIOS-Einstellungen so anpassen, dass Ihr PC vom USB-Stick startet, und führen Sie anschließend Schritt für Schritt durch den Ubuntu-Installer. Wenn Sie jeden Schritt sorgfältig ausführen, gelingt die Installation reibungslos.
BIOS-Einstellungen prüfen und ändern
Um die Ubuntu-Installation zu starten, müssen Sie zuerst im BIOS einstellen, dass der PC vom USB-Stick booten kann. Da sich BIOS-Zugriffsmethoden und Menüs je nach Hersteller unterscheiden, beschreiben die folgenden Schritte einen typischen Ablauf.
- PC einschalten und BIOS öffnen
Schalten Sie den PC ein und drücken Sie wiederholt die herstellerspezifische Taste (z. B. F2, Entf/Del, Esc usw.), um das BIOS-Setup zu öffnen. Welche Taste genau verwendet wird, hängt von Marke und Modell ab – schauen Sie bei Bedarf in das Handbuch oder auf die Support-Seite des Herstellers. - Boot-Reihenfolge ändern
Suchen Sie im BIOS den Tab „Boot“ und ändern Sie die Boot-Priorität. Üblicherweise ist die interne Festplatte zuerst eingestellt – ändern Sie dies so, dass der USB-Stick priorisiert wird. Speichern Sie anschließend die Einstellungen und verlassen Sie das BIOS. - Secure-Boot-Einstellungen prüfen
Auf modernen PCs ist „Secure Boot“ häufig aktiviert. Ubuntu 24.04 LTS kann in vielen Fällen auch mit aktiviertem Secure Boot starten, aber je nach Umgebung können Probleme auftreten, z. B. dass der Installer nicht startet oder nach dem Booten nur ein schwarzer Bildschirm angezeigt wird.
Falls das passiert, deaktivieren Sie Secure Boot vorübergehend in den BIOS-Einstellungen (oft unter „Security“ oder „Boot“) und versuchen Sie es erneut. In manchen Fällen können Sie Secure Boot nach der Installation wieder aktivieren.
Ubuntu-Installationsschritte
Nachdem die BIOS-Einstellungen abgeschlossen sind, startet Ihr PC vom USB-Stick und der Ubuntu-Installer erscheint. Folgen Sie den untenstehenden Schritten, um die Installation fortzusetzen.
- Sprache auswählen
Wählen Sie zuerst die Sprache, die Sie verwenden möchten. Wenn Sie eine japanische Umgebung wünschen, wählen Sie „Japanese“ und klicken Sie anschließend auf „Install Ubuntu“, um zu starten. - Installationsart auswählen
Auf dem Bildschirm mit den Installationsoptionen wird „Normale Installation“ empfohlen. Diese Option enthält die notwendigen Treiber und Multimedia-Codecs für einen reibungslosen Betrieb. Falls gewünscht, aktivieren Sie „Updates und Software von Drittanbietern installieren“, damit zusätzliche Pakete während der Einrichtung installiert werden. - Installationslaufwerk auswählen
Als Nächstes wählen Sie das Laufwerk aus, auf dem Ubuntu installiert werden soll. Wenn Ubuntu auf einem dedizierten Laufwerk installiert werden soll, wählen Sie „Festplatte löschen und Ubuntu installieren“. Wenn Sie ein anderes Betriebssystem behalten möchten, wählen Sie „Etwas anderes“ (manuelle Partitionierung). Wenn Sie Ubuntu neben einem anderen OS installieren möchten, empfiehlt es sich, Ihre bestehenden Daten vorher zu sichern. - Standort und Zeitzone festlegen
Wenn Sie im Standort-Bildschirm Japan auswählen, werden Zeitzone und regionale Einstellungen automatisch korrekt gesetzt, sodass Zeit und Region richtig konfiguriert sind. - Benutzerkonto erstellen
Legen Sie den Benutzernamen und das Passwort fest, das Sie unter Ubuntu verwenden möchten. Da das Passwort für Login und administrative Aktionen benötigt wird, wählen Sie etwas, das Sie sich gut merken können. - Installation starten
Klicken Sie auf „Installieren“, um die Ubuntu-Installation zu beginnen. Der Vorgang dauert meist einige Minuten bis etwa 10–15 Minuten. Nach Abschluss werden Sie zum Neustart aufgefordert. Entfernen Sie den USB-Stick und klicken Sie auf „Neustart“, um abzuschließen.
Erste Einrichtung nach der Installation
Nachdem die Installation abgeschlossen ist und Sie den ersten Login-Bildschirm sehen, führen Sie die grundlegende Ersteinrichtung durch. Besonders sinnvoll ist es, die japanische Eingabe zu prüfen und das erste Systemupdate auszuführen. Wenn eine Internetverbindung besteht, werden durch das erste Update die neuesten Sicherheits-Patches und Software-Updates angewendet.
Damit ist die Ubuntu-Installation abgeschlossen. Im nächsten Abschnitt erklären wir Troubleshooting-Tipps für Probleme, die nach der Installation auftreten können.
6. Fehlerbehebung (Troubleshooting)
Die Installation von Ubuntu ist grundsätzlich unkompliziert, aber je nach Umgebung und Einstellungen können Fehler auftreten. In diesem Abschnitt stellen wir häufige Probleme und deren Lösungen vor. Wenn Sie diese Maßnahmen kennen, können Sie Installation und Einrichtung deutlich reibungsloser abschließen.
Häufige Installationsfehler und wie Sie sie beheben
Fehler „Boot device not found“
Wenn beim Starten des Ubuntu-Installers die Meldung „Boot device not found“ erscheint, liegt die Ursache häufig an einer falschen Boot-Reihenfolge im BIOS.
- Lösung:
Öffnen Sie die BIOS-Einstellungen und prüfen Sie die Boot-Priorität. Setzen Sie den USB-Stick als erstes Boot-Gerät und deaktivieren Sie bei Bedarf „Secure Boot“. Auf älteren PCs kann auch der Wechsel zu „Legacy Boot“ das Problem beheben.
WLAN (Wireless LAN) wird nicht erkannt
Wenn nach der Ubuntu-Installation kein WLAN angezeigt wird oder keine Verbindung möglich ist, wurde der Treiber für den WLAN-Chipsatz möglicherweise nicht automatisch angewendet.
- Lösung:
Versuchen Sie zuerst, sich per LAN-Kabel mit dem Internet zu verbinden. Wenn das funktioniert, können Sie Treiber oft über „Software & Updates“ → „Zusätzliche Treiber“ installieren.
Außerdem werden WLAN- und Grafiktreiber eher automatisch installiert, wenn Sie während der Installation „Updates und Software von Drittanbietern installieren“ aktivieren.
Schwarzer Bildschirm nach dem Booten
Wenn das System scheinbar startet, aber der Bildschirm schwarz bleibt, hängt das Problem häufig mit Grafiktreibern oder Secure-Boot-Einstellungen zusammen.
- Lösung:
Deaktivieren Sie zunächst Secure Boot vorübergehend in den BIOS/UEFI-Einstellungen und prüfen Sie, ob sich die Situation verbessert.
Falls nicht, versuchen Sie den Recovery Mode im Ubuntu-Bootmenü oder installieren Sie den empfohlenen Treiber (z. B. NVIDIA) unter „Zusätzliche Treiber“ – das kann das Problem lösen.
Das Installationslaufwerk wird nicht angezeigt
Wenn Ihre SSD/HDD im Ubuntu-Installer nicht angezeigt wird, kann das durch Windows-Einstellungen oder eine BIOS-Konfiguration verursacht werden.
- Lösung:
Prüfen Sie in einer Windows-Dual-Boot-Umgebung, ob BitLocker aktiviert ist.
Außerdem kann es vorkommen, dass Ubuntu den Datenträger nicht erkennt, wenn „Intel RST (RAID)“ im BIOS/UEFI aktiviert ist. In diesem Fall müssen Sie möglicherweise auf „AHCI“ umstellen. Da solche Änderungen riskant sein können, erzwingen Sie den Vorgang nicht – orientieren Sie sich auch an den Hinweisen des PC-Herstellers.
Installation hängt oder ist sehr langsam
Wenn der Installer einfriert oder die Installation extrem langsam voranschreitet, kann das an zu wenig Arbeitsspeicher oder an einem langsamen USB-Stick liegen.
- Lösung:
Stellen Sie sicher, dass mindestens 2 GB RAM vorhanden sind, und stecken Sie den USB-Stick nach Möglichkeit in einen anderen Port. Ein anderer USB-Stick kann ebenfalls helfen. Ein schneller USB-3.0-Stick wird besonders empfohlen.
Fehler rund um „snap-store“
Nach der Installation kann es vorkommen, dass Ubuntus „Snap Store“ (Ubuntu Software) nicht korrekt startet. Häufig passiert das, wenn das Snap-Store-Update nicht vollständig abgeschlossen wurde.
- Lösung:
Öffnen Sie „Terminal“ und führen Sie die folgenden Befehle aus. Diese aktualisieren und starten den Snap Store neu.
sudo snap refresh
sudo pkill snap-store
sudo snap refresh snap-storeStarten Sie danach den Snap Store erneut und prüfen Sie, ob das Problem behoben ist.
Probleme mit japanischen Eingabeeinstellungen
Direkt nach der Installation kann es vorkommen, dass die japanische Eingabe nicht funktioniert oder dass Zeichen während der Eingabe fehlerhaft dargestellt werden. Ursache ist oft, dass die japanische Eingabequelle nicht korrekt eingerichtet ist.
- Lösung:
Öffnen Sie die Ubuntu-„Einstellungen“ und gehen Sie zu „Region & Sprache“, dann prüfen Sie „Eingabequellen“. Wenn keine japanische Eingabe eingerichtet ist, fügen Sie „Japanese (Mozc)“ als Eingabequelle hinzu. Dadurch wird die japanische Eingabe aktiviert. Nach der Änderung hilft es häufig, das System neu zu starten.
Update-bezogene Fehler
Wenn nach der Installation beim Ausführen von „Software Updater“ ein Fehler erscheint, hängt das häufig mit der Internetverbindung oder der Paketkompatibilität zusammen.
- Lösung:
Öffnen Sie das Terminal und versuchen Sie ein manuelles Update mit den folgenden Befehlen. Dadurch lassen sich Abhängigkeitsprobleme oft beheben.
sudo apt update
sudo apt upgradeWenn das Problem weiterhin besteht, wechseln Sie den Mirror-Server in „Software & Updates“ und versuchen Sie das Update erneut. Falls ein Server überlastet ist, kann die Auswahl eines anderen Servers Updates deutlich reibungsloser machen.
Nutzen Sie diese Troubleshooting-Tipps, um Ubuntu reibungslos zu installieren und einzurichten. Im nächsten Abschnitt fassen wir die wichtigsten Punkte zusammen, damit Sie Ubuntu nach der Installation optimal nutzen können.
7. Zusammenfassung
Ubuntu ist ein stabiles und hochgradig anpassbares Open-Source-Betriebssystem, das sich für eine breite Nutzergruppe eignet – von Einsteigern bis hin zu fortgeschrittenen Anwendern. In diesem Artikel haben wir alles Schritt für Schritt erklärt: von der grundlegenden Einführung in Ubuntu über den Download und die Installation bis hin zur Fehlerbehebung bei häufigen Problemen. Hier fassen wir die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen und geben einige Tipps, wie Sie Ubuntu optimal nutzen können.
Vorteile von Ubuntu
Ubuntu ist kostenlos verfügbar, und die stabilen LTS-Versionen bieten fünf Jahre Support – so erhalten Sie eine zuverlässige Umgebung bei gleichzeitig niedrigen Kosten. Wenn Sie die Japanese-Remix-Edition wählen, profitieren Sie zusätzlich von einer starken Unterstützung der japanischen Sprache, was die Einrichtung für Einsteiger vereinfacht und die Bedienbarkeit für japanische Nutzer verbessert. Darüber hinaus ermöglicht Ihnen der Open-Source-Vorteil von Ubuntu, viele Open-Source-Anwendungen frei zu installieren und zu nutzen, sodass Sie Ihr System flexibel an Ihre Anforderungen anpassen können.
Wichtige Punkte für Installation und erste Einrichtung
Für eine reibungslose Ubuntu-Installation ist es wichtig, die Systemanforderungen im Voraus zu prüfen und die Version passend zu Ihren Zielen auszuwählen. Auch die Vorbereitung eines USB-Sticks und die korrekte BIOS-Konfiguration machen die Installation deutlich einfacher. Wenn Sie den Troubleshooting-Abschnitt als Referenz nutzen und sich auf typische Fehler vorbereiten, können Sie im Problemfall schnell reagieren. Nach der Installation sollten Sie Aufgaben wie die Einrichtung der japanischen Eingabe und Systemupdates durchführen, um eine komfortable Arbeitsumgebung zu schaffen.
Ein neues Erlebnis mit Ubuntu
Mit Ubuntu erleben Sie eine flexible Betriebssystem-Umgebung, die sich von Windows und macOS unterscheidet. Ubuntu bietet Zugriff auf viele Open-Source-Anwendungen – zum Beispiel „LibreOffice“ und „GIMP“ – die für Büroarbeit und Bildbearbeitung nützlich sind. Außerdem lassen sich Entwicklungsumgebungen für Sprachen wie Python und JavaScript leicht einrichten, wodurch Ubuntu eine ausgezeichnete Wahl für Entwickler ist. Zusätzlich erhält Ubuntu regelmäßig Sicherheits-Patches, was ein großer Vorteil für eine sichere langfristige Nutzung ist.
Nutzen Sie Ubuntu effektiv, um Ihren Arbeits- und Lernalltag zu bereichern. Dank starker Nutzer-Communities und umfangreicher Online-Unterstützung lassen sich Fragen und Probleme rund um Ubuntu leichter lösen – so können Sie sich auch nach der Installation sicher fühlen.



